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Königsberg, 21.–22. März 1760   ZH II 10   Orig    geprüft    Komm  
Johann Georg Hamann  →  Johann Christoph Hamann (Bruder)
S. 10 / 15




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S. 16

Königsberg. den 21. Marz. 1760.

Mein lieber Bruder,
Weil ich Dir lange nicht geschrieben; so habe ich Dir desto mehr jetzt zu
melden. Ich wünsche, daß Du gesunder seyn magst als ich. Mein Leib erhält
allerhand Warnungen und ich habe diese ganze Woche fast zu Mittag fasten
müßen und können. Gestern sind wir zum heil. Abendmal gewesen; Gott
wolle mich an Seele und Leib dadurch zu Seinen Dienst und zum Leiden
darin gestärkt seyn laßen. Da ich ihm für alle Gnade nicht genung danken
kann: so möge selbige durch meine Schwäche desto mehr geoffenbart und
verherrlichet werden. Denke auch in Deinem Gebet an mich und Uns – und
erfreue uns bald mit guten Nachrichten.
Ich bin heute Gott Lob! mit den 19 Tragoedien des Euripides fertig
geworden, und der Sophocles wird künftige Woche mit Gottes Hülfe meine
Arbeit vor dem Feste beschlüßen. Er fördert das Werk meiner Hände; ja das
Werk unserer Hände wolle Er fördern. Bengels Gnomon habe auch schon
gestern zu Hause gebracht; nun möchte Heumanns Uebersetzung und
Erklärung mitnehmen, da ich heute das N. T. wieder angefangen.
Du siehst mein lieber Bruder, wie ich Dir immer von meinen Geschäften
Rechenschaft gebe und wünsche ein gl. von Dir. Sind Deine Schularbeiten so
trocken, und Deine Nebenstunden so tumultuarisch angewandt; der Bauer
mit dem Pflug ist eben kein Beobachter, der Landmann aber, der ein Wirth
ist, kann ohne Naturkunde nicht fortkommen und erwirbt sich bald mehr als
der Physiker. Wir müßen uns nicht, sagt Paulus, als Schaarwerker sondern
als Oeconomi des lieben Gottes in unserm Beruf und in unserm Wandel
ansehen. Vergiß nicht bey dem Andenken dieser Leidenszeit, den, der alle
Dinge weiß
, und der sich besonders darum bekümmert, ob wir ihn lieb
haben
, und neugierig ist dies zu wißen, darum zu bitten, daß Seine Liebe
in Dein Herz durch Seinen heiligen Geist reichlich ausgegoßen seyn möge,
damit Du als ein guter Hirte, als ein Liebhaber Jesu Christi, seine Lämmer
weiden mögest, seine Heerde, die er sich mit seinem theuren Blute erkauft hat.
Laß dir diese Brüderl. Ermahnung und Aufmunterung nicht umsonst gethan
seyn. Ich will den heilsamen Kelch nehmen und des HErrn Namen predigen,
stand in meiner vorgestrigen Beichte. Ψ. 116.
Eben jetzt erhalte die große Ausgabe Bengels vom neuen Testament in
groß 4. sehr sauber gedruckt, zu der sein apparatus als der 2te Theil gehört;
Heumanns Uebersetzung und den 1. Theil von seiner Erklärung. Gott wolle
auch diese Arbeit geseegnet seyn laßen! So sind die Müßigen reicher an
Arbeit und Einkünften, als die von Professionen oder Wucher leben.
Jetzt habe ein ander Anliegen, worüber ich Dich gleichfalls theils zu Rath
ziehen theils zu Hülfe nehmen will. Ich habe meinen Verbindungen mit dem
Berensschen Hause, nach meinem Maas und nach dem besten Willen ein
Genüge gethan; daß nichts mehr übrig ist, als den Anspruch meiner Schulden
wegen, auf einen ordentl. und vernünftigen Fuß zu bringen. Ich habe des
wegen neulich an Herrn Arend geschrieben, um ihn zu dem Schritt, den ich
jetzt mit Göttlicher Gnade thun will, vorzubereiten. Ich denke also jetzt an
ihn zu schreiben, und will mir einen förml. Aufsatz darüber ausbitten; damit
weder du noch ein anderer künftig dabey zu kurz komme. Dies ist der Inhalt
des Briefes, den ich zu schreiben gedenke, und den ich Dir also als bekannt
einzuhändigen bitte mit einer mündlichen Bitte mein Begehren hierinn, das
nichts als billig ist, zu befriedigen, oder ihm nur ein paar Zeilen sch
zuzuschicken, die ich Dir ohngefehr aufsetzen will.

Hochwohlgeb. Herr
HöchstzuEhrender Herr
Mein Bruder hat mir über den Innhalt gegenwärtiger Beylage so viel Licht
gegeben, als mir zu wißen nöthig ist; und dabey zugleich auf das inständigste
gebeten, sein darinn geäußertes Verlangen mit ersten befördert v befriedigt zu
sehen. Weil mir selbiges sehr billig vorkommt; so hoffe ich, daß
Ew. Hochwohlgeb. von selbst geneigt seyn werden ohne meinen Vorspruch, ihn seines
Wunsches zu gewähren. Ich habe die Ehre mit der schuldigsten Hochachtung
zu seyn – –
Du wirst hierüber keine Weitläuftigkeit machen, und wenn Du was nöthig
findest mir zu melden es engl. oder so leicht als möglich thun, um meinen
Vater nicht eher als im Nothfall zu beunruhigen. Du kannst leicht erachten,
wie viel mir so wohl als Dir daran gelegen ist, daß ich nur weiß: wie viel
ich schuldig bin, und daß ich darnach gewißer maaßen meine jetzige und
künftige Lebensart mit einzurichten habe. Laß Dir diese Sache bestens empfohlen
seyn.
Ich bin zweymal Gevatter gewesen, mein lieber Bruder, im Kneiphof und
Löbenicht. Wir haben hier das Unglück gehabt, daß der Altermann von den
Gelbgießern einen Amtsbruder erschoßen; und diese Nacht ist Feuer auf dem
Schloß gewesen und der ganze Flügel den Mühlenberg gegenüber soll
abgebrandt seyn der nur kürzl. für den BauDirector neugebaut worden.
Auf beßere Nachrichten zu kommen so habe hier eine arme Schuhflickerfrau
besucht, die mit 3 Söhnen, Abraham Isaac und Jakob, entbunden worden.
Ich kam als hingeschickt hin der Dürftigkeit dieser Leute durch ein klein
Allmosen zu Hülfe zu kommen. Der Mann ist ein alter Hungar und Husar
gewesen. Die Kinder hatten alle des Vaters Züge recht stark, klein aber recht
ausgearbeitete Gesichterchen.
Mein Vater hat eine taub und stummgeborne Magd zur Patienten am
schlimmen Finger, der ein Mangel oder eine Leere an Begriffen nicht
anzusehen ist.
Ich lese Riegers Paßionspredigten mit viel Erbauung, er hat eine faßliche
Gründlichkeit, eine Salbung, die von Forstmanns seiner sehr unterschieden,
der eine Kühnheit, einen Schwung hat, die wenige erreichen können, und
wodurch er kältern und blödern Lesern ärgerlich fallen muß. Eben die
Mannigfaltigkeit der Geschöpfe herrscht in den Gaben der Gnade und sind ein
Beweiß, daß ein Gott ein Geist ist, der außer uns und in uns schaft.
Des alten Tilemanni Heshusii Explicatio Epistolae Pauli ad Galatas lag
unter unsern alten Gemüll. Es thut mir nicht leyd sie gelesen zu haben. Die
Lehre von der Rechtfertigung und guten Werken ist männlich und ritterl.
darinn auseinandergesetzt. Bey Gelegenheit der Worte ανθρωπους πειθω η
τον Θεον; sagt er: Wer sich Gott günstig machen will, der verdammt die
ganze Welt, läßt keinen Menschen ein gut Haar und muß Neid, Haß und
Gefahr als natürl. Folgen seiner Lehrart ansehen. Das sind Früchte, über die
er sich freuen muß. Fang nur an zu glauben; so wirst du wißen, daß der
Glaube Gottes Wort ist.


den 22. Marz.

Ich habe mein lieber Bruder eben die Bergpredigt gelesen. Voller Muth
lege ich also die Hand an mein Versprechen und mache den Anfang Dir in
Gottes Namen das mitzutheilen, was ich über das N. T. sammle und noch
sammlen werde.
Die Aufschrift der Evangelisten. κατα. Man hat viele Exempel aus
profanscribenten gesammlet, daß diese Praeposition eine gewöhnliche Umschreibung
des Genit. oder Abl. sey. Es ist hier aber mehr als Umschreibung, oder dieser
Ausdruck des Casus hat seinen Grund. Es ist nicht Matthäi oder Lucä
Evangelium, noch von ihnen; so wenig als die Offenbarung Johannis recht
genannt wird, sondern Offenbarung Jesu Christi, zum Titel hat; also auch
hier: Evangelium nach Matthäi, nach Marci, nach Lucae und Johann.
Erzählung. Bengel merkt daher ganz recht an, daß es nicht 4 Euangelia
giebt, sondern ein Evangelium, das von 4 Geschichtschreibern oder in
4 Büchern
V. 1. Prior pars versiculi Summam Noui Testamenti; altera
ανακεφαλαιωσιν V. T. habet; sagt Bengel. βιβλος γενεσεως. Ueber diese Worte
habe gestern Gelegenheit viel nachzudenken; der Schlußsatz ist, daß es
beßer durch Geschlechtsregister, oder Verzeichnis, Stammbaum oder
Geschlechtstafel übersetzt werden müße. Wie sich das A. T. mit der genesi
anfängt und das V. Kapitel des 1. Buchs Mos. so fängt sich das N. T. mit
dem Ursprung J. C. nach dem Fleisch an. Alle Gründe jetzt aufzusetzen, die
in dem folgenden Text und dem Matthäo liegen, wäre zu weitläuftig und
überlaße Deinem Nachdenken.
Matthäus hat Josephs; Lucas Mariae Geschlechtsregister. Matthäus fängt
von Abraham an, weil er für Juden schrieb. Lucas hört bey dem Anfang aller
Dinge auf; und ohne Betracht der Mütter, geht er bloß die Reyhe der Väter
durch, die im natürl. Verstande Väter heißen.
11. μετοικεσιας βαβυλωνος) der Genitiuus bedeutet öfters motum ad
locum;
nach Babylon.
17. Aequalitas generationum non genealogica; sed chronologica;
beweist Bengel. In periodis temporum, diuinitus definitis, perpetua est
Analogia.

18. πριν η συνελθειν) vor der Hochzeit. ευρεθη) Die Griechen brauchen
dies verbum als wir; es befand sich so; es war so. Maria wurde schwanger
befunden, oder war schwanger vom heiligen Geist.
19. δικαιος, ein billiger Mann; Heumann sagt: hatte ein gütiges Herz.
Wie ungerecht wir handeln, wenn wir unserer natürl. Billigkeit
überlaßen sind! Daß δικαιος öfters clemens, benignus bedeute, hat Elsner
nach Hackspan und Homberg bestätigt.
παραδειγματιζειν) prostituiren, ein Exempel an jemand statuiren, einen
zum Spectacul machen.
20. παραλαβειν) accipere, bey den Lateinern; selbst unser deutsches Wort
nehmen hat eine besondere und genauere Bedeutung in dem Fall, wovon hier
die Rede ist; die bürgerl. Vollendung der Verlobung wie συνελθειν,
beywohnen, die natürl. Vollziehung der Ehe V. 18.
το-γεννηθεν). Abstracta initiis occultis; concreta manifestationi
congruunt. Bengel.

Seinen Namen Jesus.) Maria, Miriam, rebellio. Non in Mariae sed in
JEsu nominis Etymo vis. Bengel.

23. η παρθενος) die, nicht unbestimmt eine
25. γινωσκειν, γνωριζειν, ειδεναι, haben diese Bedeutung auch bey
profanscribenten.
II. 2. ποῦ.) De re et tempore certi. Scribae locum sciebant. Notitia
temporis et loci debet esse coniuncta B.

15. Bey Gelegenheit des Spruches aus Hosea fand in Heumann eine sehr
schöne Anmerkung aus Hottingeri Primitiis Heidelbergens. die auch
Bucerus schon gemacht haben soll: Parodiarum in N. T. omnia sunt plena;
ubi impletae dicuntur Scripturae tum etiam, quum nulla historica aut
typica est impletio, sed analogica tantum.

16 εμπαιζω, äffen, α παις, Kinderspiel, jemanden zum Kind machen.
20. οι ζητουντες. Antipater, sein erstgeborner hat vielleicht an seines
Vaters Anschlägen Antheil gehabt. Er verläumdete seine Brüder, Alexander
und Aristobulus, die von Herodes liebster Gemalin gezeugt waren. Weil er
aber auch seinem Vater selbst nach dem Leben stund; so ließ er ihn 5 Tage
vor seinem eigenen Ende hinrichten.
22. εκει non tantum quietem in loco sed etiam motum ad locum.
23. Heumann zieht nach Glassius diesen Spruch auf Iudic. XIII. 5. Die
Geschichtbücher heißen die vordersten Propheten.
III. 10. ηθη δε και) Jetzt nun schon; durch diesen Pleonasmum im
deutschen ließe sich der Nachdruck dieser gehäuften particeln ohngefehr nachahmen.
Die Axt in fascibus romanis.
15. πρεπον. Joseph von der menschl. Billigkeit; hier Johannes Urtheil
vom Decoro.
16. αυτω) Heumann übersetzt es Johanni und setzt es auf ihn durch die
parallelstelle Joh. I. 32.
Eine Stimme vom Himmel; i. e. vox humana maior Tacituslib. V. cap.
vlt. histor.

IV. 2. Hunger in der Wüsten; Durst am Creutz.
3. Ein Vertrauen auf uns selbst, ein fleischlich Vertrauen auf Gott, und
ein Vertrauen auf das lügenhafte Wort des Satans sind noch die
Versuchungen des Christen. Gott kann aus Steinen Abraham Kinder erwecken; bist du
Sein Sohn, so sprich, daß diese Steine Brodte werden. Schaffe – laß dich
herunter – – werde groß durch mich. Nein Satan! Eh ich schaffen soll Dir zu
gefallen, deines Unglaubens wegen, will ich lieber hungern; ehe ich Deiner
Heucheley wegen mich herunterlaßen soll, will ich lieber schwindeln; und wenn
Du mir überreden willst durch Dich groß zu werden, so höre wohin du
gehörst – hinter mir.
11. διακονειν) sie brachten ihm Speise, übersetzt Heumann. Eher sie kamen
ihm aufzuwarten.
15. Topographia prophetica admirabilis; latitudine et longitudine ad
punctum conueniente. Bengel.

Galilaea gentium i. e. ethnicis repleta seu ethnicis finitima. Idem.
16. ο λαος πορευομενος) ist die Marginal Leseart in Bengels Testament.
21. καταρτιζειν de instrumenta, quod vel ad opus paratur vel post opus
reparatur. Prius loco magis conuenit.
Jene laßen ihre Netze, diese ihr Boot
und Vater im stich.
24. Beseßene, Mondsüchtige, paralytische.) 3 Hauptgeschlechter von
Krankheiten.
25. οχλοι) pluralis ob multitudinem locorum. Bengel.
Wenn du dir einigen Nutzen von dieser Arbeit versprichst, so werde ich
solche in dieser Art fortsetzen. Gott laß diese heil. Zeit an Deiner Seelen
geseegnet seyn. Trink ein wenig Wein Deines schwachen Magens wegen, und
iß Dein Brot mit Freuden, und befiehl dem Herrn Deine Wege. Wer unsern
Herrn Jesum nicht lieb hat, sey verflucht. Der Herr kommt! sey unsere
Losung. Ich umarme Dich und ersterbe
Dein treuer Bruder.


Unser Vater befindet sich Gott Lob! leidlich gesund und munter. Er läßt
dich grüßen und hat nicht Zeit zu schreiben. Schiffer Riese und Jgfr. Degner
grüßen gleichfalls. Beylagen sind schon etwas alt.











Euripides Welche vmtl. griech. u. lat. Ausgaben des Werks von
Euripides
Hamann hier besaß, ist nicht ermittelt; die von Aemilius Portus besorgte Ausg., Heidelberg 1597, enthält 19 Tragödien.

Sophocles Welche vmtl. griech. u. lat. Ausgaben des Werks von
Sophokles
Hamann hier besaß, ist nicht ermittelt.

Werk meiner Hände Ps 90,17









sagt Paulus 1 Kor 4,1f.


alle Dinge weiß … Joh 21,15–17







heilsamen Kelch … Ps 116,13


große Ausgabe
Bengel, Das Neue Testament
in Quart

apparatus
Bengel, Novum Testamentum Graecum
; als gesonderte Ausgabe erschien der »appartus« erst 1763; d.h. Hamann bezieht sich hier auf den Apparat in der Quart-Ausgabe von
Bengel, Novum Testamentum Graecum
.




























engl. vll. eingeschlossen






Gevatter Taufzeuge
Kneiphof Stadteil von Königsberg

Löbenicht einer der drei Siedlungskerne von Königsberg, östlich der Altstadt
Altermann von den Gelbgießern Innungsmeister der Handwerker, die Geräte aus Messing herstellen


Mühlenberg einer der sieben Hügel von Königsberg





Hungar und Husar d.h. ein ungarisches Mitglied der leichten Kavallerie






Riegers Paßionspredigten
Rieger, Passions-Predigten





Gott ein Geist Joh 4,24




ἀνθρώπους πείθω ἢ τὸν θεὸν griech. antropous peido he ton teon, Predige ich Menschen oder Gott, Gal 1,10. Hesshus, S. 9.








Mt 5, 6 u. 7




κατα
Bengel, Gnomon Novi Testamenti
, S. 2b, einleitend zu Matthäus







Bengel merkt daher … ebd.



V. 1. Mt 1,1, Gnomon, S. 6a
Prior pars … ebd., S. 7a, Beschluss des Kommentars zu Mt 1,1

βιβλος γενεσεως Buch des Geschlechts / der Geburt


Geschlechtsregister so auch in
Bengel, Das Neue Testament
, S. 7, übersetzt; mit der Anmerkung (S. 8): »Diß ist die summarische Wiederholung des A. T. daß nemlich Christus sey ein Sohn Davids und ein Sohn Abrahams; und daß Jesus sey Christus, ist der summarische Vortrag des N. T. Also ist in diesem Versicul die Summa der heiligen Schrift enthalten.«






Diese Relation zwischen Matthäus und Lukas wird im Gnomon in einer langen Anmerkung zu Mt 1,16 (S. 9a ff.) ausgeführt.




babylonische Gefangenschaft/Wegführung nach Babylon; Gnomon, S. 8b zu Mt 1,11


ebd. S. 15a f. in Abschnitt XII des Kommentars zu Mt 1,17



ebd. S. 17a  zu Mt 1,18; zu ευρεθη siehe
Kypke, Observationes Sacrae
, Bd. 1, S. 2

befand sich so …
Heumann, Erklärung
, Bd. 1, S. 2f.


Gnomon, S. 17a zu Mt 1,19
Heumann sagt …
Heumann, Erklärung
, Bd. 1, S. 3



Theodor Hackspan
; Homberg: nicht ermittelt.

Heumann, Erklärung
, Bd. 1, S. 3


accipere
Kypke, Observationes Sacrae
, Bd. 1, S. 3; Gnomon, S. 17b, schlägt nur ›assumere‹ vor (ebenfalls ›nehmen‹); den Vollzug der Ehe betont auch
Heumann, Erklärung
, Bd. 1, S. 2 bzgl. Mt 1,18.




το-γεννηθεν das in ihr geboren …/in ihr Gezeugte. Im Kommentar zu Mt 1,20 (bgzl. τὸ γὰρ ἐν αὐτῇ γεννηθὲν) verweist Bengel weiter auf den Komm. zu Lk 1,35 (dort bzgl. τὸ γεννώμενον; S. 207b): »quod gignitur) novo hoc modo & singulari. Vocabula abstracta, & neutro genere expressa, initiis illis valde congruunt.« Oder geht es um Bengels Bemerkung zu Mt 4,17?, Gnomon, S. 40 zu: »ἡ βασιλεία, regnum) Divini stili est elegantia, ut primum in abstracto dicatur venisse regnum, deinde in concreto rex, sive Messias. Illud initiis occultis, hoc glorificationi congruit.« Hamann spielt auch in der Aesthaetica, N II S. 204/31, ED S. 183, darauf an.


Namen Jesus Gnomon, S. 18a zu Mt 1,21
Miriam, rebellio Gnomon, S. 17b zu Mt 1,20


παρθενος: Mädchen, Jungfrau; Gnomon, S. 19a zu Mt 1,23

γινωσκειν, γνωρίζειν, ειδεναι: kennen, erkennen, erklären;
Kypke, Observationes Sacrae
, Bd. 1, S. 4 und Gnomon, S. 20a zu Mt 1,25


ποῦ: wo; Gnomon, S. 21a zu Mt 2,2


Heumann, Erklärung
, Bd. 1, S. 14 bzgl. Mt 2,15

Johann Heinrich Hottinger, Primitiae Heidelbergenses, id est: manipulus disputationum selectarum I. De Mediis explicandae Scripturae Sacrae. II. De Reformationis causa tum Instrumentali, tum Materiali. III. De usu Scriptorum Hebraicorum in Nov. Testamento. IV. Meletemata Irenica ubi I. de Pacis Ecclesiasticae, inter Reformatos, causis impulsivis. II. De impedimentis. III. De fundamento. IV. De Modo, exemplis, &c. V. Sabbathismus, ubi I. de Sabbatho Judaico. 2. Christiano. 3. Mariano. 4. Muhammedico. 5. Gentili. VI. Idolographia Veteris Testamenti (Heidelberg: Walter 1659)

Bucerus
Martin Bucer



εμπαιζω: auch verspotten, auf etwas anspielen; Mt 2,16

Antipatervgl.
Ios., bell. Iud.
I 28–32 (552–665)





vgl.
Kypke, Observationes Sacrae
, Bd. 1, S. 11 zu Mt 2,22


Geschichtbücher … Josua, Richter, Samuel und Könige

Jetzt nun schon in Gnomon, S. 33b zu Mt 3,10: jam vero etiam



πρεπον lat.: decorum, dt.: Angemessenheit, siehe Gnomon, S. 35a zu Mt 3,15, im Bibelvers steht das entsprechende Adjektiv: anständig/gebührend


Gnomon, S. 36a und
Heumann, Erklärung
, Bd. 1, S. 22 bzgl. Mt 3,15 und Verweis auf Joh 1,32


vgl. HKB 178 ( II 9/2 );
Tac. Hist.
5,13: »Visae per caelum concurrere acies, rutilantia arma, et subito nubium igne conlucere templum. Exapertae repente delubri fores et audita mair humana vox, excedere deos; simul ingens motus excedentium«




Wort des Satans Joh 8,44

Gott kann … Mt 3,9

Steine Brodte Mt 4,3; laß dich herunter Mt 4,6






Heumann, Erklärung
, Bd. 1, S. 31 zu Mt 4,11


bzgl. ὁδὸν (ὁδός = Weg, Strecke) in Mt 4,15Gnomon, S. 39b



πορευομενος für καθήμενος (= lagern, sitzen) in Mt 4,16, siehe
Bengel, Novum Testamentum Graecum
, S. 5 und S. 456 (Quart-Ausgabe)

καταρτικζειν … (καταρτίζω = vervollständigen, reparieren) siehe Gnomon, S. 40b zu Mt 4,21

Jene laßen … Mt 4,22


Zu den Krankheiten, der Dämonie usw. in Mt 4,24 gibt
Kypke, Observationes Sacrae
(Bd. 1, S. 15) eine umfangreiche Anmerkung.


οχλοι ὄχλος: Menge, Pöbel, Belästigung, siehe Gnomon, S. 41a zu Mt 4,25



Trink ein wenig … 1 Tim 5,23

iß Dein Brot … Pred 9,7
befiehl dem Herrn … Ps 37,5
Wer unsern Herrn … 1 Kor 16,22





Schiffer Riese nicht ermittelt
Jgfr. Degner
NN. Degner

Beylagen nicht ermittelt

Provenienz
Druck ZH nach den unpublizierten Druckbogen von 1940. Original verschollen. Letzter bekannter Aufbewahrungsort: Staats- und Universitätsbibliothek Königsberg, Msc. 2552 [Roths Hamanniana], I 1 (70).

Bisherige Drucke
Friedrich Roth (Hg.): Hamann’s Schriften. 8 Bde. Berlin, Leipzig 1821–1843, III 16–18.
Karl Hermann Gildemeister (Hg.): Johann Georg Hamann’s, des Magus im Norden, Leben und Schriften. 6 Bde. Gotha 1857–1868, I 271–275.
ZH II 10–16, Nr. 179.

Textkritische Anmerkungen
10/22 seyn
Geändert nach Druckbogen 1940; ZH: sein
12/29 kältern
Geändert nach Druckbogen 1940; ZH: kälteren
12/36 Θεον;
Geändert nach Druckbogen 1940; ZH: Θεον
13/32 βαβυλωνος
Korrekturvorschlag ZH 2. Aufl. (1988): Βαβυλωνος
14/37 ηθη
Korrekturvorschlag ZH 2. Aufl. (1988): ηδη
15/25 instrumenta
Korrekturvorschlag ZH 2. Aufl. (1988): instrumento